Nehmen Sie sich 12–15 Minuten Zeit. Suchen Sie einen ruhigen Ort. Lassen Sie sich führen.
Suchen Sie sich einen ungestörten Ort. Setzen Sie sich bequem hin, aufrecht, aber ohne Anspannung. Die Füße stehen stabil auf dem Boden. Die Hände liegen locker auf den Oberschenkeln. Wenn Sie mögen, schließen Sie jetzt die Augen oder Sie lassen den Blick ruhig vor sich ruhen. Atmen Sie tief ein und wieder aus. Noch einmal ein und wieder aus. Sie müssen jetzt nichts leisten. Sie dürfen einfach sein. Spüren Sie den Kontakt mit dem Boden, die Ruhe in Ihrem Körper, den natürlichen Rhythmus Ihres Atems. Und dann richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nach innen. Stellen Sie sich vor, Ihr Leben liegt vor Ihnen wie ein Weg. Ein Weg, auf dem Sie gehen. Ihr Weg. Nur Ihrer. Und jetzt kommen Sie an eine Weggabelung. Zwei Richtungen. Sie wenden sich dem ersten Weg zu. Er führt leicht abwärts, er ist vertraut, gewohnt, vielleicht auch bequem. Stellen Sie sich vor, Sie gehen weiter wie bisher. Sie rauchen. Vielleicht heimlich, vielleicht offen. Sie planen Ihre Tage rund um die Zigarette. Sie wachen morgens auf mit dem Drang, die erste zu rauchen. Sie stehen draußen in der Kälte, geschwitzt in der Sonne. Zählen Sie, wie viele Zigaretten sind es am Tag? Wie viele pro Woche? Pro Monat? Pro Jahr? Stellen Sie sich die Zigaretten vor, alle auf einem Haufen. Tausende, Zehntausende. Aufgetürmt entlang Ihres Weges, in Aschenbechern, auf dem Boden, zwischen den Fingern. Spüren Sie den Geruch, den Geschmack, den Belag auf der Zunge, das Husten, die Kurzatmigkeit, die Schwere im Brustkorb. Der Weg wird dunkler. Die Luft wird dicker. Es wird schwerer, frei zu atmen. Verweilen Sie einen Moment in dieser Vorstellung. Nicht, um sich zu quälen, nur um zu sehen. So sieht dieser Weg aus. Und jetzt kommen Sie zurück an die Weggabelung. Sie stehen wieder in der Mitte. Sie dürfen entscheiden. Sie schauen nun nach rechts. Ein neuer Weg. Er führt leicht bergauf. Der Himmel ist offen. Die Luft ist klar. Sie atmen tief ein und spüren: Es geht ganz ohne Rauch. Stellen Sie sich vor, Sie stehen morgens auf und denken nicht zuerst an ZigarettenSie gehen spazieren und atmen frei. Sie riechen die frische Luft, den Kaffee, den Wald, das Leben. Ihre Finger sind klar und sauber. Ihre Kleidung riecht neutral. Ihre Lunge beginnt sich zu erholen. Ihr Kopf ist klar. Sie fühlen sich unabhängig, selbstbestimmt, nicht mehr getrieben. Gehen Sie ein paar Schritte weiter auf diesem Weg. Spüren Sie den Unterschied. Der Körper wird leichter, der Atem weiter, der Blick freier. Fragen Sie sich: Welcher dieser beiden Wege fühlt sich wahr an? Welcher fühlt sich gut an? Welcher führt dahin, wo Sie wirklich hinmöchten? Bleiben Sie einen Moment in diesem inneren Wissen. Lassen Sie es in sich wirken. Ohne Druck, ohne sofortige Handlung. Nur spüren. Was ist mein Weg? Atmen Sie noch einmal tief ein und lange aus. Spüren Sie Ihren Körper, die Füße, die Hände, Ihren Atem. Wenn Sie möchten, legen Sie eine Hand auf Ihr Herz und sagen Sie sich: „Ich habe beide Wege gesehen und ich darf mich entscheiden.“ Dann öffnen Sie langsam Ihre Augen oder kehren Sie in Ihrem eigenen Tempo zurück. Nehmen Sie dieses Gefühl mit in den Tag. Es ist Ihr Weg und er beginnt genau hier.