Nehmen Sie sich 12–15 Minuten Zeit. Suchen Sie einen ruhigen Ort. Lassen Sie sich führen.

Suchen Sie sich einen ruhigen Ort. Setzen Sie sich bequem hin, die Füße auf dem Boden, der Rücken aufrecht, aber entspannt. Lassen Sie die Hände locker ruhen. Und wenn Sie mögen, schließen Sie die Augen oder lassen Sie den Blick weich und offen werden. Atmen Sie tief ein und wieder aus. Tief ein und wieder aus. Sie müssen jetzt nichts tun, nur sein. Spüren Sie den Boden unter den Füßen, die Auflagefläche des Stuhls, Ihre Schultern, Ihren Atem. Atmen Sie ruhig. Beobachten Sie, wie die Luft kommt und geht. Kommt und geht. Ohne Anstrengung, ohne Ziel. Sie sind einfach hier und das genügt. Vielleicht gibt es in Ihnen Anteile, die alles allein schaffen wollen, die denken: „Ich muss das ohne Hilfe schaffen. Ich will nicht schwach sein. Ich sollte das doch im Griff haben.“ Wenn solche Gedanken auftauchen, dann ist das in Ordnung. Beobachten Sie sie. Benennen Sie sie still. Und lassen Sie sie stehen, ohne ihnen zu glauben. Atmen Sie weiter. Stellen Sie sich jetzt eine kleine Tür vor. Eine Tür, die sich in Ihrem Inneren öffnet. Ganz langsam. Hinter dieser Tür liegt etwas Unerwartetes. Entlastung, Erleichterung, Unterstützung. Nicht als Schwäche, sondern als Geschenk. Stellen Sie sich vor, jemand reicht Ihnen die Hand. Still, ohne Kommentar, ohne Urteil. Einfach nur da, als Unterstützung. Vielleicht ist es ein Mensch, vielleicht ist es auch ein anderes Hilfsmittel. Eine App, ein Kurs, ein Pflaster, ein Gespräch. Was immer es ist, Sie dürfen diese Hand nehmen. Sagen Sie sich innerlich: „Ich darf mir helfen lassen. Ich muss das nicht alleine schaffen. Ich darf Unterstützung wählen, in meinem Tempo, auf meine Weise.“ Vielleicht spüren Sie bei diesen Sätzen Widerstand oder Skepsis oder Zweifel. Dann bleiben Sie dabei. Beobachten Sie, ohne Bewertung. Und wiederholen Sie die Sätze leise im Geist. „Ich darf mir helfen lassen. Ich darf es mir leichter machen. Ich wähle Entlastung, weil ich es mir wert bin.“ Atmen Sie noch einmal tief ein und vollständig aus. Spüren Sie Ihren Körper wieder, die Füße, die Hände, den Raum um Sie herum. Wenn Sie mögen, legen Sie die Hand auf Ihr Herz und sagen Sie sich: „Ich habe erkannt, dass ich nicht alles alleine tragen muss.“ Dann öffnen Sie langsam die Augen und kehren Sie zurück in den Moment. Nehmen Sie dieses Gefühl von Erlaubnis mit in Ihren Tag.